Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

MIT begrüßt vereinfachte Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse Mit der Zustimmung des Deutschen Bundestages zum „Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen“ (17/6260) wird ein Anspruch auf eine individuelle Prüfung der Gleichwertigkeit von ausländischen Berufsqualifikationen mit inländischen Referenzqualifikationen geschaffen. Dazu erklärt Dr. Josef Schlarmann, MIT-Bundesvorsitzender: „Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) begrüßt den Beschluss des Deutschen Bundestages zur vereinfachten Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen. Mit den beschlossenen Maßnahmen wird die wirtschaftliche Einbindung von Migrantinnen und Migranten deutlich verbessert. Eine schnellere Prüfung von ausländischen Berufsabschlüssen erleichtert Zuwanderern mit qualifizierten Abschlüssen die Einstellung in den Unternehmen. Dies wird dazu beitragen, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Nun kommt es darauf an, für eine zügige Umsetzung der Anerkennungsverfahren zu sorgen, damit die Potenziale der in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund genutzt werden können. Die deutschen Berufsstandards sollen dabei grundsätzlich maßgeblich bleiben. Um einen Fachkräfteengpass in den Unternehmen zu vermeiden, muss Deutschland weiter für qualifizierte Arbeiter geöffnet werden. Die Unternehmen sind besonders auf Ingenieure und Spezialisten der MINT-Fachgebiete Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik angewiesen. Die für Zuwanderung aus Drittstaaten in der Regel verpflichtende Vorrangprüfung muss grundsätzlich beschleunigt werden. In Bereichen, in denen der Fachkräftemangel besonders groß ist, etwa in der IT- und Ingenieursbranche, soll auf die Vorrangprüfung grundsätzlich verzichtet werden. Die für den Erhalt einer dauerhaften Niederlassungserlaubnis notwendige Mindesteinkommensgrenze für Hochqualifizierte muss von derzeit 66.000 Euro auf 40.000 Euro abgesenkt werden. Außerdem ist rasch ein Punktesystem zu etablieren, welches den Zuzug von Fachkräften ermöglicht. Demnach sollte eine begrenzte Zahl von Hochqualifizierten auch ohne vorliegenden Arbeitsvertrag nach Deutschland einwandern können, wenn sie Kriterien wie Qualifikation, Berufserfahrung oder Sprachkenntnisse erfüllen.“