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Auszeichnung für große Unternehmer

Theo Lehnen und Werner Peters erhielten die Matthias- Timmermanns-Gedenkmedaille Nettetal (lg). Das Pfarrorchester St. Lambertus Leuth hatte der erfolgreiche Unternehmer und sozial engagierte Kommunalpolitiker Matthias Timmermanns 1980 gegründet. Im vollbesetzten Saal Dückers in Leuth spielte es jetzt auf, als zum dritten Mal die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung des CDU-Kreisverbandes Viersen (MIT) die "Matthias-Timmermanns-Gedenkmedaille" verlieh. MIT-Kreisvorsitzender Günter Stammes konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Im Mittelpunkt des festlichen Abends standen aber die diesjährigen Preisträger, deren Wirken Thomas Timmermanns würdigte. Theo Lehnen (Tele Spedition) aus Lobberich habe die von seinem Großvater 1899 gegründete Firma zu einer in Belgien, den Niederlanden und Deutschland erfolgreichen Spedition mit mehr als 80 Mitarbeitern ausgebaut. Und nach langem Kampf gegen die Bürokratie eine neue Logistikhalle in Nettetal gebaut und damit 50 Arbeitsplätze in Nettetal erhalten. Sohn Ernst Lehnen übernahm im Mai 2002 die Geschäftsführung, so dass Theo Lehnen etwas mehr Zeit für sein Hobby, die Taubenzucht hat. Werner Peters, Gründer und Inhaber der Lackwerke Peters in Kempen, beschäftigt rund 150 Mitarbeiter ausschließlich auf dem Gesamtgebiet der Speziallacke und der gedruckten Schaltungen für Elektronik und deren Schutzschichten. Gegründet 1957 gehört das Unternehmen inzwischen zu den weltweit führenden Spezialfirmen auf diesem Gebiet. Sein Unternehmen erhielt viele Innovationspreise, auf der EXPO 2000 den Mittelstandspreis. Timmermanns unterstrich: "Sie haben mit ihrer Führungskraft Fairness und soziale Verantwortung entwickelt. Zu einem gut funktionierenden Betrieb gehören auch zufriedenen Mitarbeiter". Auch Peters brauche sich um seine Nachfolge nicht sorgen, seine Tochter und sein Schwiegersohn arbeiten bereits im Betrieb. WZ 12.12.2003

CDU-Diskussion über die Problematik des Mittelstands / Kritik an geplanter Neuordnung im Handwerk

Arbeit gibt es genug

Kempen. Wirtschaftsmisere, Ausbildungsplatznot und Jugendarbeitslosigkeit waren Themen der Diskussionsveranstaltung "Mittelstand macht mobil", zu der die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU am Montagabend ins Kempener Technologiezentrum eingeladen hatte. "Ein Betrieb, der keine Zukunft sieht, kann keine bieten", brachte der Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer die Not vieler Betriebe auf den Punkt. 43 000 Insolvenzen habe es allein im letzten Jahr gegeben, die Zahl der fehlenden Ausbildungsplätze sei laut Arbeitsamt allein in diesem Jahr von 90 000 auf 170 000 gestiegen. Daraus resultiere ein Rekord von 560 000 jungen Arbeitslosen. In den "hoch subventionierten" Ich-AGs, die mit ihren geringen Nebenkosten die Handwerksbetriebe leicht unterbieten könnten, sah Schummer eine ernste Bedrohung für das Handwerk. Gegen Kündigungsschutz Hartmut Schauerte, Vorsitzender des Parlamentskreises Mittelstand und Landesvorsitzender NRW der Mittelstandsvereinigung, skizzierte Lösungsansätze der CDU: Um die Kosten der Arbeit zu verringern, seien im Gesundheitswesen sozial verträgliche Zuzahlungsregelungen und mehr Wettbewerb bei den Leistungsanbietern nötig. Der Kündigungsschutz solle für Betriebe unter 20 Mitarbeitern aufgehoben werden, um der Tendenz der Betriebe entgegenzuwirken, ihre Stammbelegschaft so niedrig wie möglich zu halten. Und in deutschen Unternehmen müsse wieder länger gearbeitet werden, so Schauerte -ohne zusätzliche Bezahlung. Mit der weltweit niedrigsten Arbeitszeit sei es Größenwahn zu glauben, auf Dauer international mithalten zu können. Gegen das Argument, wenn jeder weniger arbeitete, wäre mehr Arbeit für alle da, führte er an, die Erfahrung habe das Gegenteil bewiesen: Arbeitszeitverkürzung habe stets einen Anstieg der Arbeitslosigkeit zur Folge gehabt. "Aus jeder Problemlage kommt man nur mit mehr Anstrengung raus, nicht mit weniger." Es gebe nicht zu wenig Arbeit, vielmehr sei sie für die Arbeitgeber zu teuer. Zur geplanten Reform der Handwerksordnung, wonach der Meisterbrief als Voraussetzung für die Selbstständigkeit entfallen soll, gab Schauerte zu bedenken, das Handwerk bilde dreimal so viele junge Menschen aus wie der Unternehmensdurchschnitt. Kritik an Ich AGs Stephan Finger, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, meinte: "Viele Handwerksbetriebe fragen sich angesichts der neuen Verordnung, ob sie überhaupt noch ausbilden sollen." Kein Wunder, könnten sich Azubis doch sofort nach der Gesellenprüfung selbständig machen und in Konkurrenz zum Ausbildungsbetrieb treten. "Höchst erstaunlich" fand es Finger, dass Ich-AGs gefördert werden, obwohl sie meist nicht ausbilden: "Ich habe den Eindruck, dass man sich über die Konsequenzen nicht klar ist!" Rheinische Post vom 16.07.2003

Neue Pressereferentin für den Kreis Viersen

Neue Pressereferentin des Kreises Viersen ist Simone Reininghaus. Die 26-Jährige stammt aus Heinsberg und ist Nachfolgerin von Jürgen Karsten. Zuvor war Reininghaus gut anderthalb Pressereferentin in der Kreisverwaltung Borken. Nach ihrem Abitur studierte sie von 1997 bis 2001 an der Ruhr-Universität in Bochum die Fächer Germanistik, Theaterwissenschaft und Soziologie. Während ihres Studiums hospitierte sie beim WDR und bei der Bild-Zeitung. Von dort wechselte sie 2003 zur Kreisverwaltung Borken, wo sie als zweite Pressesprecherin fungiert hat.

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